Sport-Audit Luftsport

Wir alle erinnern uns bestimmt noch an den Tag, an dem uns unser Vorstand mitteilte, dass der Verein am „Sport-Audit-Luftsport“ teilnimmt und der Verein hier im Bereich Umweltschutz auditiert und dann zertifiziert wird.

 

Im Bereich „Umwelt auditiert und zertifiziert zu werden“? Der ein oder andere sah sich bereits gezwungen mit dem Rad zum Flugplatz zu fahren, Rapsöl in den Zweitakter zu kippen oder gleich auf Elektro umzusteigen müssen. Modelle nur noch aus Holz (nachwachsender Rohstoff), keine Bügelfolie mehr sondern Spannpapier, etc. Die Landebahn wird in ein Feuchtbiotop verwandelt und Fluglehrer kümmern sich dann hauptamtlich um flatterfaule Entenjunge ...

Aber wie bei vielen neuen Dinge in unserem Leben entpuppte sich auch das Zertifikat Sport-Audit-Luftsport nicht als Daumenschraube an der Fernsteuerung oder als verdecktes Auftragsformular für umweltnahe Parteien. Vielmehr hilft uns –  und gibt auch einen Schubs in die richtige Richtung –  dieser Audit dabei gerade die Umwelt und Natur, in der wir unser Hobby betreiben und die wir beim Fliegen so genießen, zu schützen und zu bewahren.
Wer lässt es sich nicht nehmen in der Thermik mit gefiederten Freunden um die Wette zu kreisen (die sich übrigens immer unbeeindruckt von unseren „halsstarrigem“ Fliegszeugs zeigen, lächeln sie doch abfällig während sie an uns vorbeisteigen) oder in einer ruhigen Minute seinen Frieden in der Natur auf dem Platz zu finden.

So kam es denn auch, dass sich die schnell lautstark erhobenen Stimmen legten und Verständnis zeigten, dass die ein oder andere Maßnahme einen Mehrwert nicht für Umwelt und Natur sondern auch für die Seele des Platzpflegers ist, der sich nun freut seinen liebevoll und mit viel Hingabe gepflegten Platz nicht mehr „fleckig“ vorzufinden.

Nach Umsetzung der Maßnahmen und erfolgreicher Auditierung durch die Behörden stand nun der Übergabe der Zertifikate nichts mehr im Wege – außer dem Wetter, das seinem norddeutschen Ruf auch dieses mal wieder gerecht wurde. Rechtzeitig begann es einige Tage vorher übermäßig zu regnen, so dass sich der Platz der F.T.G. Borstel-Hohenraden, der für die feierliche Übergabe ausgewählt wurde, in Konkurrenz zur Mecklenburger Seenplatte stellte.
Doch wir ließen uns davon nicht einschüchtern und begannen am Freitag die Vorbereitungen zu treffen. Um den verehrten Gästen einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen, wurde ein Zelt aufgestellt und wieder einmal hat sich gezeigt, dass 15 „eifrige“ Mitglieder einfach zu viel des guten sind. Trotz einiger erhöhter Pulsfrequenzen – aufgrund mehrfacher Differenzen wie, wo und warum überhaupt so ein Zelt aufzustellen sei – stand das gute Stück bald auf dem Platz und flugs wurden die letzten Heringe gesetzt und Schnallen geschlossen.

 Das geschmückte Zelt

Das geschmückte Zelt 


Am darauf folgenden Samstag wurden vormittags die Vorbereitungen abgeschlossen. Die Tische und Bänke vortragsgerecht positioniert und ess- und trinkfördernd dekoriert.

Die freie Zeit zwischen Vorbereitung und Eintreffen der Gäste wurde genutzt, um die Flugtauglichkeit unseres Platzes auf die Probe zu stellen, was letztendlich nur Besitzer duschfester Flugmodelle so einigermaßen zufrieden gestellt haben wird.

 Letzte Vorbereitungen

Letzte Vorbereitungen 

Fesselflug

Fesselflug 

So gegen 15 Uhr trafen dann die Gäste nacheinander ein, darunter der Präsident des DMFV Hans Schwägerl und weitere Verbands-Repräsentanten, Vertreter des Sport-Audit-Luftsport und der Lokalpolitik, Vertreter und Vorsitzende weiterer auditierter Vereine, und andere.

Die feierliche Verleihung der Zertifikate begann mit Reden wichtiger Vertreter und Befürworter des Sport-Audit-Luftsport und endete in der Verleihung an die anwesenden erfolgreich auditierten Vereine durch Übergabe einer Fahne.

 Hans Schwägerl

Der DMFV-Präsident Hans Schwägerl 

 Lothar Wendt

1. Vorsitzender der F.T.G. Lothar Wendt 

Anschließend wurde zu Tisch gebeten, es gab Gulasch und Brot, für Getränke war ebenfalls gesorgt. Kurz darauf wurde der Flugplatz für den Gästeflug freigegeben, dies wurde aber nur dürftig genutzt – verständlich, da nicht jeder seine Modelle mit Schwimmer ausrüstet, die an diesem Tag notwendig gewesen wären.

Aufgrund des flugfeindlichen und ungemütlichen Wetters löste sich die Veranstaltung nach und nach auf und die verbleibenden Mitglieder der F.T.G. konnten sich an den Abbau des Zeltes machen, der diesmal von vorherein in die Hände weniger Personen gelegt wurde.

Trotz der schlechten Witterung war es ein gelungener Tag und die Gesichter auf dem folgenden Foto zeigen den Stolz und die Freude über die erfolgreiche Auditierung.

 Zertifikatträger

Die Zertifikatsträger 

 

Nicht unerwähnt bleiben soll dabei die Arbeit unseres Umweltbeauftragten , der uns erfolgreich durch die Auditierung geführt hat. Vielen Dank!

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